Pet Shop Boys

Release

EMI

Auf eines konnte ich mich bei den Pet Shop Boys immer verlassen. Das berühmte Phänomen, bei dem nach wiederholtem Hören einer Platte diese immer besser gefällt. Doch diesmal läßt sich diese Erscheinung nicht recht blicken. Ein wenig dünn ist die Suppe, die Neil Tennant und Chris Lowe da gekocht haben. Freilich ist der bekannte Kitsch noch immer vorhanden, doch parallel zum nüchternen, fast biederen Erscheinungsbild des Duos dieser Tage stellt sich auch die Musik ein wenig saftlos dar. Überkandidelt, over the top ist da nicht mehr viel, fast ein wenig resignativ wirken die Stücke, und auch der Hit-Appeal geht ab. Ausnahme bleibt da eigentlich nur »Home and Dry«, die erste Singleauskoppelung des Albums (remember: das nette Video mit der Maus). Sicherlich nicht ihr bestes Album, auch ein wenig kurz an Spieldauer geraten, dennoch ganz ok.