Ernst Molden

Ernst Molden: »Regn En Wien«

Monkey Music

24 Lieder aus zehn Jahren stellt der Sticker am Cover nüchtern fest und verschweigt dabei, dass Ernst Molden in dieser Zeit zwölf Platten veröffentlicht hat. Freund, Weggefährte und Bewunderer Robert Rotifer kompilierte aus diesem Schaffensrausch, die für ihn essentiellen Songs und ordnete sie für die Vinylausgabe als Doppelalbum in vier Themenkreise: Die hochdeutsche Frühphase; Spaziergänge an Orte, die Geschichten erzählen; die Natur – und die Liebe. Natürlich hat Rotifer die Hits »Wien«, »Hammerschmidgossn«, »Hameau«, »Ohne Di« und »Es Lem« in diese Sammlung aufgenommen, aber die Destillierung des Werks in dieser Form zeigt vor allem die Vielfältigkeit Moldens und sein Gefühl für den einzelnen Song – ob dieser Unterstützung von Freunden wie Sibylle Kefer, Willi Resetarits oder Rainer Krispel benötigt, oder alleine seine beste Wirkung entfaltet, wie etwa der Titelsong. Es ist keine Schande zu zeigen, was man geleistet hat, und einem wie Ernst Molden, der sich fast jeden Hörer selbst erspielt hat, wird diese Rückschau mehr als gerecht – und sie erhöht die Spannung darauf, was die Zukunft noch bringen wird.

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