The Strokes

»Comedown Machine«

RCA

»Die Strokes sind nicht mehr die Coolsten auf dem Schulhof, dafür aber die Lockersten«, tönt es auf www.laut.de. Die privilegiertesten US-amerikanischen Garagenrocker mit New-York-Elite-Universität-Credibility waren The Strokes dereinst auf jeden Fall, darum wurde auch ihretwegen die Bezeichnung »Papa’s Credit Card Punks« kreiert. Bombig, dass sie mit ihrem Debüt »Is This It« (2001, Rough Trade) Nu Metal in die Wüste schickten. Auf »Comedown Machine« fanden sich – nicht wie beim Vorgänger, der vorrangig per email zustande kam – sogar alle fünf Strokes höchstpersönlich zum gemeinsamen Werken im Studio ein. Was sie leider jedoch vergaßen mitzunehmen, sind ein paar zündende Ideen. Beinahe jeder zweite Song klingt wie der verzweifelte Versuch, an bessere Zeiten, also »Is This It«, herumzudoktern (»All The Time«, »Welcome to Japan«, »50/50« etc). Julian Casablancas Falsetto-Experimente machen ebenfalls nicht viel her; und vom Achtzigerjahre-Pop schnappten sich The Strokes keineswegs das Bestmögliche raus. Leider wirkt ihr fünftes Album generell plan- und ziellos. »O-ho-o-ho-oh«, ziemlich lasch das Ganze. So fragt man sich hier mehrmals: wann hört dieses Gespiele endlich auf?! Und nach 39 Minuten ist es endlich so weit.