Various Artists

Wild Dub. Dread Meets Punk Rockers Downtown

Select Cut

Nach der Soul-Jazz-Compilation »In The Beginning There Was Rhythm« geht es hier also weiter mit Dub meets Punk. Wobei diesmal eher die gedubbten Punk-Rocker (allen voran The Ruts, The Clash, Stiff Little Fingers, aber auch zufällige Witzigkeiten wie die heute nach extremsten Prä-Sigue-Sigue-Sputnik klingenden Generation X) im Vordergrund zu stehen scheinen. Denn erst allmählich eröffnen sich die eigentlichen radikalen Experimente, die selbst aktuelle Arbeiten als simples Gedubbe (ein paar Echo-Effekte, ein Riddim plus ein Fetzen Jamaika-Vocals) erscheinen lassen. Allein der fröstelnde Joy Division/Industrial Dub der legendären PIL-Fans und Bad-Brains-Vorreiter Basement 5 (natürlich im Martin-Hannett-Mix) sowie The Slits in einem Dennis-Bovell-Mix, der wohl zum radikalsten gehört, was jemals unter Dub veröffentlicht wurde, zeugen zudem von einer stilistischen Bandbreite, die noch locker und problemlos zwischen dem brachial-anarchistischen Free-Jazz-Dub der Pop Group und dem lasziven Robot-Funk-Dub von Grace Jones (»Private Life«) hin- und her switchen konnte und keinerlei Widersprüche darin sah.