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Die Stimme als Instrument und namensgebend für Maja Ratkjes Album »Voice«. Einigen ist Maja Ratkje vielleicht durch Spunk bekannt – dem all female improv quartet. »Was I away of your dreams?« – sanfte Stimmen und sphärische Electronics bilden den Titeltrack. Aufgenommen werden die Stimmen bei Ratkje überall – sei es im Mausoleum, am Dach, im Lift, im Parkhaus oder im Studio – mit Tape Recorder, Harddisk, Dictaphone und diversen Samplern. »Majaratkje! I want to hear all about missar« – aus dem Text von Jon ??ystein Flink liest Ratkje mit gepitchten Stimmen im »Intro«. Auf »Joy« werden verschiedene Gesangsstile ausgelotet – vom harmonischen Singen, Schreien, Flüstern, Kreischen und Jammern. Reduzierte, verfremdete Textfetzen bilden »Trio« – sehr noisig. »Vacuum« beginnt wie mit Hall und Echo auf der Suche nach Feedback von irgendwo draußen, um dann völlig zusammenzusacken – im Vacuum – manchmal ein fast unhörbares Atmen. Wunderschöner Track. Und wer bei den weiteren Tracks schön langsam am Sofa eindöst, wird von »Insomnia« hart aus den Tagträumen gerissen. Maja Ratkje führt vor, was dabei rauskommt, wenn frau eine ausgebildete charismatische Stimme mit adäquaten technischen Verfahren und einem interessanten Konzept kombiniert.

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