New Flesh

Understanding

Big Dada

Das knarzt an den richtigen Ecken. Englischer HipHop bester Güte, sozusagen ganze Blätter, nix Beutel. Regelmäßig blinken Soul und Funk durch und glitzert dazwischen immer wieder Dancehall auf. Ehedem New Flesh For Old benannt, heißt man mittlerweile programmatisch nur noch New Flesh und Part 2 legt als Beatmaker die richtige Spur für eine zusätzlich geladene, illustre Gästeschar, etwa Beans vom Anti-Pop Consortium, Ramm:Ell:Zee oder den im letzten Jahr brillierenden Roots Manuva, die das New nochmals unterlegen und Toastie Tailor und Juice Aleem grandios ergänzen. Was anderenorts ja gerne einem zerfurchten Jahrmarktsauftrieb gleichkommt, bürgt hier für Qualitätszuwachs, weil das erstens alles auch ohne sie schon bestens wäre und zweitens, weil die Beiträge mehr als bloß pflichtschuldige Ehrbekundungen sind. Was das Album zusätzlich sympathisch macht, ist die im Genre nicht gerade ausgeprägte Selbstironie und: »Zero gravity« alleine würde dieses Album rechtfertigen, an Downbeat-Nummern erinnernde Hintergrundgeräusche, ein relaxter Beat und darüber entspannt gesetzte Lyrics – »gravity can’t hold me down!«