Ruins

Tzomborgha

Ipecac

Die Ruins spielen von jeher in einem eigenen Universum, in denen seltsame Vögel schöne Lieder singen und John McLaughlin sein Solo immer noch nicht beendet hat. Dieser unheilige Kosmos aus Jazzrock, Prog-Metal, Zappa, Thrash und allen anderen selbst in der Postmoderne weiterhin ungeliebten schwierigen Genres, steht in der Musikgeschichte so alleine da, wie es ihnen die am Cover abgebildeten Kultstätten ehemals verehrter Götter in ihren jeweiligen Landschaft gleichtun. So lang wie der letzte Satz ist hier kein Stück; kein Takt hier, der durchläuft, keine Dynamik ist zu scharf, kein Augenblick zu kurz, 30 Teile sind ein Part. Wer hier als Hörer was verstehen will, muss trainieren; Feng Shui ist es nicht. Mit zwei abschließenden Medleys beendet dieses unschlagbare Drum&Bass-Duo die Platte: bei Black Sabbath gibt es auch vokale Ozzy-Reinterpretationen, und Mahavishnu Orchestra musste halt einfach sein. Genauso wie ein Messiaen-Cover.