And You Will Know Us By The Trail Of Dead

»Tao Of The Dead«

Superball/EMI

Fantastisch bombastisch, Teil VII. Jason Reece und Conrad Keely, befreundet seit Kindheitstagen, geben das Heft nicht gerne aus der Hand, wie auch, es ist zigtausende Seiten stark. Keely der Zeichner, belesene, feingeistige Bonvinant, und Reece, der partymachende Schweinerocker, haben abgespeckt, was das Personal betrifft, aber nicht im geringsten bei der Dichte und Schwere ihres siebten Studioalbums. Zurück zum Indie wird als Parole ausgegeben, zugleich ist Artwork und Album theoriebefrachtet wie eh und je. Den Kern zu erkunden und die übergelagerten Schichten von Sounds Millimeter für Millimeter abzutragen wäre der Fachpresse hehres Ziel, allein da spielen die beiden nicht mit. Warum das Album so hei&szligt, ist rasch erklärt: Jason hatte die Idee zu dem Wortspiel. Was die Texte bedeuten, ob es einen roten Faden gäbe und was das überhaupt soll, möge der geneigte Hörer selbst rausfinden. Oder auch nicht. Nun gut. Es donnert. Es dröhnt. Es beult sich aus wie ein Wunderkuchenteig, der zu lange rastet. Wie ein Ständer nach acht Jahren Häfen, oder der Klang zu vieler Menschen, die zugleich sprechen. Zwölf Songs lang bombastischer Progrock mit nostalgischen Einschüben, die 1970er, die 1980er, die volle, erdige, durchaus brave Breite. Das Teil will in einem Stück gehört werden, ohne Pause. Ohne Pardon. Auf dass sich eine Blase füllt mit all dem Lärm, Sound, Klang und seltsamen klebrigen Zeug. Deren Inhalt sich dann allerherzlichst ergie&szligt auf staunende Menschlein, denen, so es ihnen live geschieht, nix anderes bleiben wird, als ein gehauchtes »Bistu! Deppat!« Wehe uns nieder, Sturm vom Pfad der Toten, wir sind bereit.