Various Artists

»Soulfreedom« / »Texas Funk. Hard Texas Funk 1968-1975«

Jazzman

Texas und Funk ist ja auch so ein Kapitel. Denn da verhält es sich ähnlich wie bei Texas und psychedelische Drogen (13th Floor Elevators) bzw. Texas und Garagen-Punk – je repressiver das Klima um einen herum, desto mehr »Fuck You!« Im vorliegenden Fall also »Funk You!« Dabei muss man sich den auf »Texas Funk. Hard Texas Funk 1968-1975« versammelten deepen Heavy-Funk in etwa wie New Orleans Funk ohne Jazz/Marching-Bands-Wurzelgeflechte vorstellen. Stattdessen wird hier schon mal ein Gläschen Meskal zuviel getrunken, Tex-Mex ebenso verehrt wie die Chicano-Power-Bewegung (mit der man ja via Black Panther solidarisch war) und an acidhaltigen Fuzzgitarren im funkadelisierten Stil kann natürlich auch nicht vorbei gegangen werden. Absoluter Hot Stuff!!!
»Soulfreedom« versammelt hingegen rares Gegroove dem ruhig auch irgendwo ein »Exotica« drangehängt werden kann. Zwar nicht so ganz ultrarar, aber was soll’s – so durchgehend superbe Rehabilitations-Sampler für qua Lounge-Listening & die Folgen ins Out recyclete (Funk-)Musik gibt es ja nicht wirklich wie Sand am Meer. Beginnt zudem supersexy versleazed mit einem Lied über »Hot Heels« und endet dementsprechend im frühen 1970er cosmotronischen Cybersex von Cecil Leuters »Pop Electronique No. 2«.