V/Vm

Sometimes, Good Things Happen

V/VM Test Records

»V/Vm sind das Letzte!« – »Echt?« – »Ja, sie machen alles kaputt.« – »Wie das?« – »Etwas zu sampeln ist ja ganz in Ordnung, aber muss man immer gleich die Arbeit der anderen kaputt machen nur ums Kaputtmachen willen?« – »Hm … Irgend jemand muss es ja tun!« V/Vm sind wie Beavis und Butthead, die an einem Montag um ein Uhr nachmittags in einer Bar ein Benefizkonzert gegen die Lady-Di-Stiftung spielen, welches anschließend von Sir Steve Beresford im »LMC«-Magazin besprochen wird, was natürlich bedeutet, dass Sie wahrscheinlich mehr von Beresfords Review in Erinnerung behalten werden als von der Musik, die er beschreibt. Aber man erwartet von Ihnen ohnehin nichts, nicht einmal, dass Sie die Aufnahmen kaufen. Und obwohl Sie bestimmt nicht geradeheraus sagen können »Ich mag das Zeug«, tun Sie’s wahrscheinlich. Wer ist das? Fragen Sie besser nicht. Das sind einfach V/Vm. Wer immer Sie zu Hause besucht, die meisten werden auf das Cover abfahren – »Oh … cool!« (»Help Aphex Twin« oder Heino funktionieren ja vom Cover her auch sehr gut.) – , dafür werden sie aber garantiert die Musik hassen. Das ist in Ordnung und Teil der Idee – das Spektrum reicht nämlich von Vicki Benet zu Matt Wand, von Alec Empire zu David Toop oder von Kiss zu Guns’n‘ Roses. V/Vm machen Musik, um Sie zu erfreuen, ohne dass Sie Freude haben, und lachen Sie dann auch noch aus. Cool. V/Vm sind das Gift und das Gegengift zugleich. Ihre rosa 7″ »Pig« wird für immer ein Klassiker des postmodernen britischen PR- & Arts-Council-Humors bleiben. Halten Sie sich an das Konzept: Gehen Sie in ein Geschäft, stehlen Sie die Aufnahmen und stecken Sie dafür andere in die Hüllen (Mireille Mathieu oder Scanner oder beide). Prost!