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Leise Alben, die aufhorchen lassen, freuen immer wieder. Das selbstbetitelte Orcas-Debüt ist so eines und die Nebel lichten sich, wenngleich es sich der Hörer im trüb-verschleierten Sound-Ambiente wohlig einrichtet. Soll hei&szligen: Hierauf verströmen Benoît Pioulard und Rafael Anton Irisarri Ambient-Pop-Grandezza. Dank Pioulards Haze-Pop-Hintergrund lauscht man neun verwaschen klingenden Songjuwelen, die allerdings der mit allen Wassern des Post-Minimalismus gewaschene Komponist Irisarri subtil ausschmückt. Ruhig und beschaulich wogen die von Pioulard gesungenen Lieder und verhaken sich als Pop in den ausladend schönen Ambient-Arrangements von Iribarri. Da scheint es zunächst widersprüchlich, dass sich die beiden nach den Schwertwalen benannt haben, doch ist dieser Kontrast wohl beabsichtigt. Während die Fischindustrie kontinuierlich das Meer leerfischt, jagt der pazifische, zur Familie der Delphine zählende Killerwal nur zur eigenen Ernährung. Wunderbar somit, dass sich die Musik von Orcas nachhaltig in den Gehirnwindungen festsetzt.

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