Taku Sugimoto

»Raku Sugifati - Futatsu«

Improvised music from Japan/M.dos

Jedenfalls hat diese Musik für einige Diskussionen in der kleinen Avantgarde-Ecke gesorgt. (Wobei klein hier für sehr wenige Leute weltweit steht). Kurz gesagt spielt hier ein Duo, bestehend aus Trombone und Gitarre, sehr wenige Noten und viel Stille. Weder beim österreichischen Komponisten Malfatti noch beim japanischen Gitarristen ist dies eine Überraschung. Doch jetzt ist eine neue Stufe der Stille und dem Verschwinden jeglicher Audio-Existenz erreicht. Da stellt sich schon die Sinnfrage nach all dem und nach der Struktur die solches ermöglicht. (Persönlich tue ich mir schwer dieses Genre und sein Klientel zu verstehen). Falls dieses spezielle Album als starkes Lebenszeichen oder gar Meisterstück dieser Ära verstanden werden sollte, nun, dem ist nicht so. Es ist schlicht und ergreifend nicht repräsentativ, da wie immer ein sehr subjektiver Aspekt zum Tragen kommt: Das Duo kann lediglich sich selbst repräsentieren. Hier handelt es sich um eine Ausnahme, die sicherlich nicht in größerem Zusammenhang steht. Wahrscheinlich ist es auch wegen der Extreme eine Ausnahme.(Wobei sich Extreme hier auf das Strecken der Zeit, das Nichtgespielte und Dargestellte, die Begierde und die Verweigerung sowie die Ästhetik und das Verbannen derselbigen beziehen). Also, wer ist der nächste?
PS : Beteiligen Sie sich an der Diskussion unter: >> www.bagatellen.com