Laurel Halo

»Quarantine«

Hyperdub

I’m not a scientist but I know all things begin and end in eternity«, präsentiert sich Laurel Halo auf Twitter. Man muss ja nicht unbedingt WissenschaftlerIn oder EsoterikerIn sein: stöbert man im avancierten Popbereich, ist dies heuer einer der essentiellen Outputs. Nicht mit dumpfen Bumm-Tschack-Dancegrooves alles zukleisternd – die Künstlerin aus Brooklyn ist ja keineswegs dazu verpflichtet, des Hörers wegen unverantwortliche Zugeständnisse zu machen. Zumeist sogar ohne Beats auskommend und stattdessen mit vielschichtigen Soundscapes aus Ambient, Psychedelia, Electronica und Dub hantierend, eröffnet sich Laurel Halos Album-Debüt, Nachfolger der beiden Ep’s »King Felix« und »Hour Logic«, zwar keinesfalls gleich nebenher beim hippen Tratsch, aber die Konzentration auf die Musik gerichtet, ist doch, in Zeiten wie diesen, gewiss wieder en vougue. »Nothing grows in my heart, there is no one here« (»Tumour«). Laurel klingt oft einsam und isoliert. Auf dem Stück »Light + Space« erlebt man sie einmal verhältnismä&szligig zugänglich. Ein tolles Ambient-Pop-Album, das diverse Kritiker nicht unberechtigt sogar zu Vergleichen mit Fennesz inspirierte. Neben dem beeindruckenden Stilkonglomerat trägt auch der unfamiliäre Gesangstil von Ina Cube, so Halos Geburtsname, dazu bei, dass dies eines der spannendsten Alben des Jahres ist.