Philipp Quehenberger

Q.B.B.Q.

Cheap

Der aus Innsbruck stammende Philipp Quehenberger gehört mit zum Heißesten, das Wien derzeit zu bieten hat. Nach der 12″ »Lodge« (Ego Vacuum) und phonoTAKTIK-geprüft im CBGB’s in NY, ist nun das Debüt auf Cheap erschienen, Projekte mit Sabotage stehen an und Laton rekurriert auf ihn. Zusammen mit den Fuckheads Michael Strohmann und Didi Kern gibt dieses Trio veritable Nachwuchshoffnungen ab für eine HC-Jazz-Boyband. Ein Allrounder, der als hochschulerfahrener Jazz-Pianist mit trashiger Funk-Electronica den glattpolierten Techno-/ Sample-Produktionen den Garaus macht. Quehenberger holt über den Pianisten-Strang à la Cecil Taylor die Suicide-Elektronik herein und macht sie für den Rock kompatibel. Bei der Hitgarantie-Nummer »Double Q« entlockt er dem Vocoder das letzte Röcheln. Dann schmiegt sich bei »Q by Two« die Stimme schmachtend – mir fällt Ken Cesar ein – zu den die Ohren drangsalierenden Feedbackorgien. Da werden Soundtrackwälle voller toxischer Melodiepartikel ausgerollt, die Detonationen im Headbanger-Hirn verursachen und die Hüften zum Rotieren bringen. Die Platte endet als mittelfrequente Starkstromentladung mit »Im Bad«. Obwohl die Nummern gerade durch ihre hochkomplexe Reduktion bestechen, wäre es vielleicht besser gewesen, ein paar Live-Tracks dazuzupacken. »Q..B.B.Q.« ist Fragilität und Arglosigkeit anzuhören, keine Konzessionen, straight forward.