Thomas Dybdahl

»One Day You'll Dance For Me, New York City«

Glitterhouse

Manchmal verkehrt sich Unglück zum Glück. Thomas Dybdahl kann mehrere Lieder davon singen. Das Ende in Sichtweite kam ihm bei den Arbeiten zum abschließenden Teil der »October Sound«-Trilogie der Laptop mitsamt dem bis dahin u.a. in New York abgespeicherten Material verlustig. Der Diebstahl barg die Chance für einen neuen Ansatz, die der Songwriter zu nutzen wusste. Die zwei vorhergehenden Alben ließen für den Schlusspunkt auf ein sich hoch aufschwingendes Arrangement folgern, das die Gospelfreudigkeit nicht nur im innersten Kern tragen würde. »One Day You’ll Dance For Me, New York City« hält sich allerdings an eine stillere Form, die den Klangmantel über längere Momente hinweg derart fein webt, dass aus dem Nebeneinander von Gitarre, Piano, Violine & Co. ein scheinbares Nacheinander wird. Selbst umfangreiche Bandunterstützung ändert an der Innerlichkeit der einzelnen Songs nichts, ebenso wenig wie die Übergabe des Mikros an Silje Salmonsen (»Henry«). Dybdahl beweist dadurch lediglich, dass seine Stücke zwar Maßanfertigungen sind, die indes nicht nur ihm passen. Wäre die Welt eine gerechte, müsste daher nicht nur New York schon längst auf ihn hören.

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