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Mit den Konzertreihen »Fast Forward« oder »Jazz & beyond« hat sich die Jeunesse einen Platz an der Sonne riskanterer Musikveranstalter erspielt. Weitere Zyklen mit Welt und neuer Volksmusik sorgen für musikalische Vielfalt. Deswegen haben skug und die Jeunesse als Medienpartner zusammengefunden. Zeit für einen kleinen Ausblick.

Der von Ute Pinter kuratierte Konzertreigen »Fast Forward. 20:21« bietet Neue Musik, die meist im Kontext zu Improv steht, aber auch visuelle Experimente einbezieht. So wird das belgische Ensemble Nadar am 10. 1. im Porgy & Bess mit dem Videokonzert »Doppelgänger« die Korrelationen zwischen den Hör- und Sehebenen und ihren Einfluss auf die Wahrnehmungsmöglichkeiten des Publikums testen. Gespannt harren wir etwa Matthias Kranebitters »Top 10-Liedern«, Serge Verstockts »A La Recherche de Temps« für Klarinette, Tonband und Video oder Stefan Prins? »Generation Kill – offspring 1« für Violoncello, Perkussion, 2 Gamecontroller Performer, 2 Videoprojektionen und Live-Elektronik. Auf die Ausdruckskraft eines Rohrblattinstruments setzt hingegen das französisch-schweizer Saxophon-Quartett XASAX. Am 3. 3. werden im Porgy und Bess Iannis Xenakis namensgebendes »XAS«, Elliott Sharps »Approaching the Arches of Corti« oder Auszüge von Barry Guys »Mobile Herbarium« erklingen. Spiellaune und Ausufern in Improvgefielde sind garantiert.

Ute Pinter programmiert des weiteren zwei Reihen, die Jazz und Artverwandtes im Fokus haben. Bereits um 19.15 Uhr beginnen die Meet the artist-Künstlergespräche im Porgy. Gast am 14. 1. ist der 24-jährige Pianist Georg Vogel, der mit seinem Trio den »All That Jazz«-Zyklus mit freiem Spiel und vorwitzigen  Stilbrüchen einleitet, und am 12. 3. spielt das Jazzwerkstatt-erprobte Quartett Kompost3. Ein weiterer Vierer eröffnet die »Jazz & beyond«-Serie, die meist internationalen Artists gewidmet ist. Namensgeber ist Scott DuBois aus New York, der am 24. 1. gemäß Programmfolder »Melodiöses mit Experimentellem, Lyrisches mit High-Speed-Virtuositat, komplex komponierte Musik mit ideenreicher Improvisation auf einen Nenner zu bringen vermag«. Very beyond, obzwar ohne Talk zuvor, geht es am 15. 3. mit dem TOPOS Quartet! Wienpremiere mit vier Giganten des Improv: Evan Parker (sax), Barry Guy (b), Agustí Fernández (pi), Paul Lytton (dr).

E-, Welt- und Volksmusik
Die Jeunesse setzt weiterhin hohe E-Musik-Standards, etwa mit dem Klangforum am 11. 1. im Wiener Konzerthaus (Andre, Bedrossian, Robin) oder am 16. 1. mit der  Zagreber Philharmonie (Papandopulo, Bruckners »Siebte«) im Musikverein Wien. Außerdem werden unter dem Signet »World. Fremde Welten« Akzente in Sachen Folk- bzw. Volksmusik gesetzt. Am 10. 1. im Mozartsaal des Konzerthauses mit Musik aus Schweden. Das Duo Siri Karlsson intoniert mit der »Tastenfidel« Nyckelharpa und Saxophon progressiven Folk, gefolgt von Esbjörn Hazelius/Johan Hedin die u. a. der südschwedischen »Slangpolska« und irischen Folkmelodien nicht abgeneigt sind. Finnisch werden die Polkas am am 21. 2., doch hat das Harmonika-Quartett Sväng auch Suomi-Tangos, Weltmusikalisches, Blues etc. im Repertoire. Naheliegend ist noch »music4u«, das Jugendformat der Jeunesse ab 12+. Dieses lässt am 18. 1. die berührenden türkischen und griechischen Volkslieder des Alp Bora Quartetts in den Mozartsaal des Konzerthauses wehen, während am 8. 3. der holstuonarmusigbigbandclub das Hinter-dem-Arlberg-Motto »Edelweiß« auspackt. Jodlern huldigt auch das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar, das Balkansounds, Latinrhyhtmen, Klezmer oder Russen-Disco durcheinanderwirbelt. Und zwar bei »Jeunesse X« in der Garage X am 17. 1.