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Die pakistanische Sängerin Abida Parveed beschreitet Wege abseits aller westlichen Hörgewohnheiten, kommt buchstäblich aus einer eigenen Welt. Mit dem kraftvollen Einsatz ihrer Stimme erschafft sie ein musikalisches Universum, das aus islamischen Sufi-Traditionen gespeist wird. Zeit spielt keine Rolle, hier geht es schließlich in die Jahrhunderte – und so gibt sich Parveed im Schnitt mehr als 10 Minuten, um die Stücke vor den staunenden Ohren des Hörers auszubreiten: Über den sphärisch-hypnotischen Klängen von Trommeln und Harmonium singt sie in Urdu, Persisch und anderen Sprachen des Orients. »’Ishq« ist eine Ausdrucksform von Liebe, eine genaue Übersetzung ist aufgrund seiner poetisch-religiösen Konnotation schwierig. Um das Konzept von »’Ishq« zu verdeutlichen, wird es in einem poetischen Bild mit der Pflanze »eshgeh« assoziiert, deren Name dieselbe Etymologie hat. Diese Pflanze schlingt sich an einem Baum oder Felsen hoch und trotzt allen Umwelteinflüssen wie Hitze oder Kälte – genau wie die Liebe.

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