Res

How I Do

MCA

Das Schöne an Res zweiter Produktion ist die seltsame Unentschlossenheit, ob sie sich jetzt mit eher rauen R’n’B-Produktionen der letzten Zeit vergleichen will oder lieber doch mit Alanis Morissette und Co. Nicht alle der hier vorliegenden Nummern, die schließlich Pop-Appeal zusammenhält, mögen überzeugen, mitunter aber schwingt man gerne seinen Kopf und schmunzelt über die sehr keck kommende Entschlossenheit, mit der hier verfahrene Beats, R’n’B-Anleihen, Funk-Elemente mit klassen Pop-Hooklines kombiniert werden, ohne sich eindeutig für die eine Richtung zu entscheiden. Oder die andere. So entstehen in den guten Momenten dieses Albums Songs, die das Fahrwasser für recht eigentümliche Kombinationen geschickt für Auftrieb nutzen. Dass auf dem hidden track gerockt wird wie böse, ist dann auch gar keine Überraschung mehr. Produzent Martin McKinney hat zusätzlich wunderbare Arbeit geleistet und Res‘ signifikanter Stimme genügend Platz eingeräumt. Lässige Platte, spannende Zukunft, irgendwie.