Salon skug © Frank Jödicke
Salon skug © Frank Jödicke

Frauen auf der Bühne und FLINTA* an den Decks

Neben den Konzertdebüts der beiden Songwriterinnen Nini und Dagmar sprachen wir beim Salon skug am 21. März im rhiz mit Donna Decks über FLINTA* als DJs.

Der letzte Salon skug war voll und viel und wirklich sehr schön – wenn man den Stimmen des avancierten Salon-Publikums trauen darf. Und das sollte man grundsätzlich immer, denn: Ohne euch wäre es nur halb so schön, we mean it! Gute Neuigkeiten und mehrere Umarmungen gab es außerdem hinterm Mischpult. John Norman, Soundtechniker im rhiz, geht es nach längerer Pause endlich besser, das heißt: Nach zweimaligem Salonieren in Abwesenheit schob der beste Soundmän Wiens wieder für uns die Regler. Wir sagen danke und wünschen weiterhin gute Genesung!

Und damit wechseln wir übergangslos zum Wett… äh zur Musik: Nini und Dagmar spielten beim Salon skug am 21. März 2024 zwei Konzerte. Beide sind noch nicht bekannt wie Taylor Swift, könnten das aber sein – so von der Stimme her. Nini veröffentlicht demnächst (dann aber wirklich!) ihr erstes Solowerk. Wir durften also unveröffentlichtem Material (Auge, RIO OBSKUR!) lauschen und einem Cover, bei dem Paul McCartney, wenn er hier gleich draufklickt, ein ganzes Tränental verdrücken wird.

Traurig schön, aber dreivierfünfundzwanzig Ticken tagträumender als Nini debütierte Dagmar im Salon skug. Und, ja: Diese Frau und ihre neue Band sollten in Wien viele Konzerte spielen, wäre die Welt gerecht, das heißt: Olle Leit so leiwand und offen und froh über Musik, die gerade so viel sagt, dass sie alles sagt – was sich sehr verkopft anhört, aber eigentlich ziemlich logisch ist. Genauso wie dieses Live-Set von Dagmar.

»Es kommt oft die Aussage, warum Frauen denn nicht auflegen, es hätte ihnen ja nie jemand verboten. Das mag auch wahr sein, aber hat ihnen halt auch nie jemand vorgemacht, genau wie in vielen Berufen, die männlich dominiert sind«, so Sylvia Haase aka Penny Fox vom FLINTA*-DJ-Netzwerk Donna Decks über die Bedeutung von Netzwerkarbeit in der Musikszene. Ihre ebenfalls in der Branche tätige Kollegin und Veranstalterin Astrid Plank (Beatpatrol, trashno.mp3) pflichtet ihr bei: »Die ganze Branche funktioniert dadurch, dass du Menschen kennst. Du buchst die, die du gut findest, die du kennst, und je mehr Menschen du kennst, desto größer ist die Chance, dass du wohin gebucht wirst.« Zum Schluss gibt es noch eine realistische Zukunftseinschätzung: »Wir müssen anfangen, dass FLINTA* das Auflegen erst mal lernen. Dann werden sie langsam groß. Wenn wir jetzt bei den kleinen Festivals schon einen großen FLINTA*-Anteil haben, bedeutet das, dass wir in fünf bis zehn Jahren bei den mittelgroßen Festivals soweit sind«, denn: »So schön es wäre, dass das von heute auf morgen passiert, so unrealistisch ist es.« Das ganze Gespräch gibt es hier zum Nachhören: 

Der nächste Salon skug findet am Donnerstag, dem 9. Mai 2024 noch einmal im rhiz statt, bevor wir uns für die Sommersaison wieder auf die Räder schwingen. Mehr dazu in Kürze auf allen unseren Kanälen, stay tunned!

PS: Danke auch diesmal dem Team von Nguyen Gobber für die Gestaltung unserer A1-Plakate – erhältlich bei unseren Salons, solange der Vorrat reicht!

 

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