Manchmal kommt es eben anders als gedacht … Wer sorgfältig skug liest (und wer tut das bitte nicht?) wird bemerkt haben, dass wir nach der umfangreichen Ankündigung zu unserem Salon skug auf Rädern in St. Pölten nichts Weiteres dazu geschrieben haben. Nun, jedes Wort im Ankündigungstext »Bomben für den Frieden« stimmt weiterhin und wir haben auch vor, das ungeheuer wichtige Thema Pazifismus genau zu bearbeiten. Gerade nachdem in ORF und anderen verbreitungsstarken Medien zunehmend Uniformierte die Weltlage deuten dürfen und es denen nur mehr um Drohnen, Abschreckung und Raketenschilde zu gehen scheint, muss dringend Bertha von Suttner wieder auf den Plan. Die hat, wie alle Menschen, die nach Formen des friedlichen Aushandelns suchen, in skug einen unverbrüchlichen Medienpartner. Aber leider, leider haut es diesen Juni aus technischen und organisatorischen Gründen nicht hin. Wir bitten um Entschuldigung. Wir melden uns mit neuem Termin, sobald dieser feststeht.
Das Häferl feiert in der Sackgasse
So und das soll jetzt heißen, der 12. Juni wird sang- und klanglos verstreichen und die beiden Metropolen Wien und St. Pölten werden am Freitag eventmäßig komplett durch die Finger schauen? Am Ende gar Fußball gucken?!? Nein, nein. Musik, Party und Diskurs gibt es trotzdem. Aber nicht vom Salon skug auf Rädern selbst, sondern vom Häferl, dem Gasthaus für alle. skug steuert sein Sound-Equipment bei und unterstützt ein Line-up, das sich gewaschen hat:
Fex wuchs zwischen Mopeds, schlechtem Gras und einer Bauerndisco irgendwo bei Linz auf. Musik war sein ständiger Begleiter. Wie er vor diesem Hintergrund seine Gedanken und Gefühle in eigene Songs verwandelt, hört man sich am besten live in der Sackgasse an. Marley Wildthing ist eine One-Woman-Show und Multiinstrumentalistin aus Niederösterreich, die national und international auftritt und Ukulele, Bass, Drums, Beats und Vocals loopt. Ihr gleichzeitiger Tanz motiviert das Publikum zum Mitmachen. Paul Plut ist autodidakter Musiker, Komponist und Texter. Kenner*innen ist er auch als Teil der Bands Viech und Marta wohlbekannt. Die Jazzdirektoren heißt die Formation des nimmermüden Schlagzeugers, Keyboaders und Komponisten Johann »Baby« Stojka, die ebenfalls am 12. Juni live beim Sackgassenfest aufspielen wird.
Im Häferl sind alle Gäste willkommen
Die Show beginnt um 15:00 Uhr und geht bis 21:00 Uhr (die Nachbar*innen – Sie wissen schon). Früh zu Bett gehen ist ohnehin gescheit, denn am nächsten Tag ist Pride. Am Nachmittag gibt es noch die Lesung »Nur nicht den Humor verlieren« der Burgschauspieler*innen Marie-Luise Stockinger und Michael Maertens mit Werken von Tucholsky, Ringelnatz und Co. sowie einen Talk darüber, was das Häferl eigentlich ist und warum es Unterstützung verdient.
Kurze Sneak Preview für die ganz Neugierigen: Das Häferl wurde 1989 als Einrichtung für Haftentlassene gegründet. Im Lauf der Jahre entwickelte sich daraus ein Armen- und Obdachlosenwirtshaus, das täglich von bis zu 400 Menschen besucht wird. Seit Gründung des Häferls gilt, dass alle eingeladen sind, die gerne ins Häferl kommen möchten. Es besteht keine Verpflichtung, sich auszuweisen oder zu registrieren. Von Mittwoch bis Sonntag wird täglich ein frisch gekochtes dreigängiges Menü am Tisch serviert. Der größte Unterschied zu anderen Wirtshäusern ist, dass es am Ende keine Rechnung für die Gäste gibt.
Kurzum, das Häferl ist eine Institution und gehört gefeiert! Das vorzügliche Programm beim Sackgassenfest wird passend von der skug DJ-Line umrahmt, die ihr Möglichstes tut, den Nachmittag und Abend geschmeidig zu gestalten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht und wir freuen uns auf euch!
Link: https://www.diakonie.at/veranstaltungen/sack-gassenfest-im-haeferl











