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Eurodance goes Arthouse. Den Gipfel der Groteske erreichte der Hype, als der belgisch-ruandische Producer Paul van Haver alias der verdrehte Maestro des Projektnamens, in David Byrneschem Nerd-Outfit beim gro&szligen Ballermann-Privat TV-Contest-Fest in Ibiza hochgeschlossen und schüchtern die Patschhand von Jürgen Drews und Hansi Hinterseer abklatschen durfte um dezent im Hintergrund des bikini-bewehrten Ski-Lehrer-Dreckspacks zu verschwinden. Klassisch ausgebildet und als Rap-Duo Suspicion schon erfolgreich, konterkarierte Haver straighten New Beat und Acid House-Retro-Groove mit einer halbklaren, mit sich verlorenen Flüsterstimme, Off Beat-Texten, die eher depressiv versenkt durch Partystampfer gleiten und wie Avantgarde bekommende Sax- und Chor-Shouts untermauert werden. Vorm Mega-Hit Alors en Danse, alles Schei&szlige, also tanzen wir halt mal, blieb keine GTI-Soundmaschine, kein Praterkarussel und Teen-Ipod verschont. Damit hat die Wirtschaftskrise und Stildekonstruktion die ländliche Cent-Dorf-Disko erreicht, darf man piercing- und OP-frei in Rollkragenpulli wieder cool sein und zementiert sich Hoffnung auf ein mit Hirnzelle tanzendes Morgen. 

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