Antipop Consortium

Arrhytmia

Warp

Ich fürchte, es ist nicht mehr sonderlich originell, die Band als den heißesten Scheiß around zu preisen, aber es muss halt sein. »Arrhytmia« ist nur oberflächlich der »leichtere« Brocken Musik, der diesem Quartett bisher entfleucht ist. Wer dem Antipop Consortium schon länger genau zuhört, erliegt der Versuchung gerne, sich von ihren Gedankenströmen in einen nicht leicht fassbaren kognitiven Vulkan beamen zu lassen. Bereits auf Reise, sind die Mittel dann fast egal. Wenn diesmalder Produktionsweg auch glatter erscheint, so ist das Geflecht der Tracks hier doch so abenteuerlich gewoben, dass handelsübliche HipHop-Standards meilenweit entfernt liegen. Die drei Vokalisten/Musiker Beans (der »Sänger«), Priest (der »Trockene«) und Sayid (der »Rasante«) haben mit ihrem Produzenten Earl Blaize den Weg ihrer cheesy Old-School-Electronica zu Gunsten eines expansiv fetteren (oder poppigeren) Ansatzes verlassen. Wobei ihnen fast bei jedem Track gelingt, einen speziellen sonischen Gimmick inden Song wie selbstverständlich zu integrieren. Das reicht vom Tischtennisbeat (»Ping Pong«) bis zum opulenten Frauenchor (»Mega«). Absoluter Suchtstoff, der erstmals in ihrer Geschichte auch mit einer wunderschönen Verpackung daherkommt.