Mondo Generator

A Drug Problem that never existed

Ipecac

Na, aber heyho hallo! Der letzte Langstrecksommer, wo es sich noch auszahlte, drei Monate lang bis zur Hirnlosigkeit headzubangen, der ging vor gut acht Jahren verloren. Musikalische Pathospunkte wie Personality, räudende Wut im Bauch, Chordpfeffer und Urschreigehalt, die waren alle besserdings für das Auskundschaften von Soundflächen und Alternativpop verloren gegangen, schlechtestenfalls für Produktpackaging, Befindlichkeitspoppeleien und Posingstrategien. Und plötzlich sitzt man da in Grillsaft beschmierter Feinrippunterwäsche, hat versehentlich benutzte Kondome ins Beiried eingebraten und brachialkotzt gentlemanlike in den Ginster. Plötzlich ist es cool, zu Eminem Luftgitarre zu spielen. Plötzlich darf man sogar in Nerdkreisen Metallica verdient gut finden (»St.Anger« = WOW) oder auch Satansprügel Dimmu Borgir im Orchestersud hervorzaubern (»Death Cult Armageddon« = WOWWOW). Den Zwölfender in Sachen Working Man’s Zartamok schießen aber die Messieurs le Mondo ab, das dritte Kollektiv der Ex-Kyusser Josh Homme und Nick Oliveri nach den Queens Of The Stonage und den Desert Sessions knackt ein Hektofass El Primo StonerScumPunk, das kein unbesudeltes Morgen kennt. Kein Chord jenseits der zwei Minuten. Fuck you und GO!