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Nach »Es Lem« mit seinen eigenen Songs im ersten Halbjahr, legt Ernst Molden nach. Coverversionen sind ein zweischneidiges Ding und er versucht sie zu zähmen. Als Fingerübung hatte Molden begonnen Songs, die sein Herz berühren, zu übersetzen und »Weidafoan« ist jetzt die konsequente Fortsetzung seiner ersten Coverplatte »Foan«, der das Titellied fehlte und das jetzt nachgeliefert wird. Gesanglich lässt Molden oft Ingrid Lang und Willi Resetarits den Vortritt und dieser rettet »Sailing« in Gestalt von »Foan« mit einer fulminanten Leistung aus der Schunkelhölle und gibt diesem Song eine Seele zurück, die er schon vor Jahrzehnten verloren hatte. Zum von Molden geschaffenen Universum von Mitstreitern gehört auch wieder Kalle Laar, der als Produzent die Songs auch in ihrer Stille blühen lässt, bestes Beispiel dafür ist eine weiterer Höhepunkt: »Red River Shore« / »Lobau«, einem Dylan Outtake der »Time Out Of Mind«-Sessions, das Molden nicht nur eingemeindet, sondern der neuem Sprache buchstäblich einverleibt.

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Text
G. Bus Schweiger

Veröffentlichung
17.12.2011

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