Chekov

Turntable Soul Kicks

Deck8

Der hat bisher ja auch immer eher den direkten Weg zum Witz gesucht. Diesmal jedoch eher wie Jerry Cotton vor einer fotografisch reproduzierten New Yorker Skyline in einem bundesdeutschen Filmstudio, wo Hippiegitarren aus Nicht-Hippie-Filmen und Psychedelic-Samples aus Anti-Drogen-Schulfilmen zu einer Art »Krautsploitation« zusammengemixt werden. Warum Chekov diesmal nicht alle Längen mal in die Trip Hop-Falle schlittert, mag wohl vor allem an einem Wechsel der Akzente und Präverenzen liegen. Statt »lustigen« Effekthascher-Samples stehen jetzt eher funktionale Groove-Bastelarbeiten im Vordergrund. Als Idee eines durchaus auch narrativen instrumentalen HipHop, bei dem Samples nonverbal miteinander kommunizieren (falls im Rezeptionsakt darauf spekuliert) keine schlechte Sache. Da tut sich (ähnlich wie beim nicht umsonst so hochgelobten »Decktronics«-Sampler) einiges.
Boogaloo!!!