Lydia Lunch

»Trust The Witch«

Le Son du Maquis

»It’s not what you got, it’s what you’re gonna get«. Gleich im Opener wird die verjährte Queen of Siam pussycat-mä&szligig über ein Swamp-Hendrix-Riff gejagt, während Saxofonist Terry Edwards ihren einstigen No-Wave-Mitstreiter James Chance rezitiert. Zweifellos sind in dieser Begleit-Combo auch die anderen pimps die troubles wert: James Johnston und Ian White (wie Edwards bei GallonDrunk) machen auf dem zweiten Album als Big Sexy Noise ordentlich Rambazamba. »Love is just a bitch with a burning desire«, greint die längst schon überwuzelte Satansbraut lasziv, ist sie beizeiten ja noch uns?re liebste gestrige Indie-Schlampe. Nicht immer hat Lunch gehalten, was sie versprach. Und wer hat das schon? Auch wenn es nicht ganz das angekündigte »Chaos music is back«-Album geworden ist, hörenswerte Independent-Music flutscht da allemal noch raus. – Man hat Männer immer vor Lydia gewarnt. Ja, man warnt sie noch immer vor ihr. Aber nützt?s was?