Pernice Brothers

The World Won?t End

Southpaw

Meisterlich countrifizierter Jangle-Pop. Sonnige Melancholie. Der Geschmack von Sommer in der kalten Wintersonne. Ursprünglich als Scud Mountain Boys von Sub Pop entdeckt, schmeichelte sich das Northhamptoner Quintett lang als Geheimtip durch die feinakustische Musikhistorie. Beatles und vor allem Byrds als fette Insignienträger der arena-kompatiblen Third Wave schmachtfetzenden College-Rocks (nach dem Roots entdeckenden PostCore der Mitt-80er und den LoFi instrumentierten Seelenfindungen der 90s). Deren Hauptsongwriter Joe Pernice zog aber nach drei Alben mit Bruder Bob den Stetson und reformierte sich als Geschwisterwerk mit Mitläufern. Und führt auf diesem lang erwarteten Album (nach drei Fast-Solo-Werken) den Umkehrschluss zu den College-Anfängen: Lemonheads. Soul Asylum. Replacements. Das zugesüßte Dreierpack Klassiker, vereint mit Früh-80er L.A. Paisley Underground und gepflegten Britrockismen von Nick Drake bis XTC. Zeitweise glaubt man fast Morrissey beim Nachäffen von Roger McGuinn rauszuhören. Sedatives Sweetheart of my Rodeo.