Jason Forrest

»The Unrelenting Songs Of The 1979 Post Disco Crash«

sonig

Das ist doch mal ein Albumtitel, und dieses Artwork dazu! Übrigens ist Jason
Forrest auch Donnasummer, einer der spannendsten Künstler des letzten Jahres
überhaupt. Hoffentlich fragt jetzt keiner: »Warum Sonig?« Meine Antwort darauf
wäre: Gerade Sonig! Welches andere Label, ausgenommen Mego, bringt zu 99%
künstlerisch freie Platten heraus? (Man glaubt es kaum, aber es gibt doch
Labels, die noch nicht mal 1% erreichen). Wie klingt also das neue Sonig-Album
von Forrest? Der Titel sagt alles und mir fällt es schwer, weitere Aspekte der
Musik in Worte zu fassen. Die beste Lösung ist, sich das Album zu kaufen, auf
Play zu drücken und selbst zu entscheiden, ob man Repeat einschaltet oder nicht.
Vergleicht man die Platte mit all den Bands, den collagenhaften
Elektronikkünstlern, oder anderen Referenzen die Disco als spirituelle Hilfe zur
Selbstfindung benutzen, findet sich kaum jemand, der bisher soviel für
Discomusik getan hat wie Forrest. Das Ergebnis ist natürlich nicht Disco,
sondern Punko oder Fucko. Forrest ist in der Tat näher an dem guten alten Pop
als jeder andere Artytronic, sogar mit Samples die einen Led Zeppelin, manchmal
Black Sabbath und als Sahnehäubchen ein bisschen Mireille Mathieu hören lassen.
Genug palavert, KAUFT IHR DIE PLATTE, oder was … !?!