Joss Stone

»The Soul Sessions«

Virgin/EMI

Haben wir die »Old School« schon absolviert, wo uns doch ständig Missy Elliott, Outkast oder die Neptunes über den Weg laufen? Joss Stone kommt aus Großbritannien, ist sechzehn Jahre alt und hat sich dafür entschieden, sich zunächst einmal an die Vorlage, das Songbook, zu halten. Ich kann in ihrem Fall den Wunsch verstehen, es gut zu machen und auf Nummer Sicher zu gehen. Sie hat nämlich wirklich eine außergewöhnliche Stimme und eine Energie, die bei einem tendenzielleren Produkt vielleicht auf der Strecke geblieben wären. Dieses Mädchen hat es tatsächlich drauf, übertreibt es gesanglich nicht oder tut auch sonst nicht zuviel des Guten und konzentriert sich ausschließlich auf den Song. Was könnten wir schon mehr erwarten? Im Grunde nur, dass der Newcomerin ein bisschen Zeit gelassen wird, damit sie sich ein eigenes Repertoire aufbauen oder einen Produzenten suchen kann, der talentiert genug ist, sie richtig in Szene zu setzen. An diesem Joss-Stone-Debütalbum auch nur Irgendetwas zu kritisieren wäre echt boshaft von mir – wir können also nur auf den wirklichen Anfang warten. Viel Glück!