Tenacious D

»The Rize Of The Phenix«

Smi Col

Und was ist, wenn es wirklich stimmt? Wenn all die Kritiker Recht hatten und der Tenacious D-Kinofilm (»The Pick of Destiny«) wirklich infantiler Schrott war? Was, wenn diese vom Hollywoodkomiker Jack Black und seinem Kumpel Kyle Guss gegründete Spa&szligrockgeschichte auch auf der neuen CD nur lauwarme Luft in ein längst gestorbenes Genre bläst? Was, wenn all die Witze über Fressen und Furzen und Rock ’n‘ Roll wirklich nur die allerniedrigsten Instinkte im hochwohlgeborenen Musikfan ansprechen? Was, wenn bei aller Liebe zum Classic Rock, bei aller Liebe zur fingerbrechenden Virtuosität die Musik von Tenacious D eben doch nur eine Hommage bzw. Persiflage ist, aber keine Neubelebung? Was, wenn man sich die ganze Zeit über bei jeder der drei verdammten Tenacious D-CDs fragen muss, wo denn hier die musikgeschichtliche Relevanz steckt? (Ich meine, ernsthaft, darf man als seriöser Musikkritiker »Werke«, die sich selbst nicht ernst nehmen, überhaupt anfassen, geschweige denn reviewen?) Was, wenn all das stimmt, wenn »The Rize Of The Phenix« wirklich nichts weiter als ein grandios-infantiler Witz, eine rabiate Plagiatshow zwischen Metal und Hardrock ist? Tja, dann ?? dann musst du wohl wirklich deine Tencious D-Tätowierung weglasern lassen. Fuck! Fuck! Fnzskczt! Sorry, vertippt. Egal. Ich hingegen werde heute hingehen ?? in ein heruntergekommenes Tattoo-Studio meiner Wahl ?? und mir ein D-Tattoo machen lassen. Genau über den Arschbacken! In gotischen Lettern! In your face, rockcritics!