Omenya

The Esoteric Perversions

Klanggalerie

In der Abgeschiedenheit der North Carolina Mountains lebt Mark Davis/Omenya. Der 38-jährige Maler und Musiker rührt mit seinem Schaffen an archaische Abgründe. Das ahnende Erinnern an Kulte einer uralten Zeit und an längst in Vergessenheit geratene Rituale ist bestimmend für Omenyas Werk. Es scheint als verlängere er die Geschichte nach hinten ins Dunkel einer mystischen Epoche. An ein Umherwandeln in verborgenen Räumen halbzerfallener Tempel und unheimlicher Grotten geheimer Zirkel in denen Lovecrafts unbeschreibliche Alte Wesen ihr dämonisches Erbe hinterliessen gemahnt die atmosphärische Dichte seiner düsteren Musik. Klangliche Assoziationen mit Zoviet France und Rapoon drängen sich beim Hören des endlich auf dem Wiener Label Klanggalerie erschienenen Debütalbums freilich auf. Doch wirken Omenyas Soundscapes bei aller symphonischer Qualität versöhnlicher mit okkulteren Mythen als die erdferne Gelassenheit von Robin Storeys ambientähnlichen Kompositionen. »The Esoteric Perversions« beschreibt einen Weg der Wandlung hin zum Fatalen. Immer finsterer und beängstigender klingt das Heraufbeschworene und keine Apotheose verklärt das Erlebte. Cthulhu Fhtagn!