John Duncan

»Tap Internal«

Mego

Für seine zweite Veröffentlichung für Touch (nach »Send«) ist John Duncan einmal mehr in die (Un-)Tiefen der menschlichen Psyche eingedrungen und positioniert die Koordinaten von »the beauty of sound« und »human evil« in einem bisher unerforschten Gebiet. Ähnlich wie z. B. auf »The Crackling« (zusammen mit Max Springer, Trente Oiseaux, 1996) geht Duncan der Frage nach, was der »sound of energy« sein könnte. Innerhalb des 46-Minuten-Stücks lassen sich mehrere Einheiten erkennen, die erst im Gesamtzusammenhang in einander fließen, weil die Sub-Parts durch schlichte Cuts getrennt sind. Diese Teile verweisen auf die unterschiedlichen innerkorporalen Regionen, von denen der modifizierte Herzschlag, der tap internal, der beruhigendste und gleichzeitig unterschwelligste ist. Vor zu lautem Hören sei gewarnt: Rhythmus-Angleichungen zwischen Herz- und Hertzfrequenz könnten nicht nur zufällig sein. Wieder mal heavy listening in high quality.