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Da haben die Richtigen zusammengefunden: Einer der B-Movie-Klassiker in der Live-Adaption dieses Orchesters, bestehend aus dem Kilimanjaro Darkjazz Ensemble und einigen konspirativen Mitmusikern. Ein Raum, so weit wie Cinemascope, ein Bandname, der mindestens Konzept ist. Jess Francos Horror’n’Sexploitation-Film, der hierzulande unter dem nicht weniger reißerischen Titel »Necronomicon — Geträumte Sünden« 1968 in die Kinos kam, bietet eine Matrize für schattenhafte Soundwälle, voll von dunklen Trieben und infernalen Lüsten. Einmal mehr wird deutlich, wie sinnvoll es war, Hilary Jeffery (Sand) ins Orchester zu holen, dessen Posaunentöne und -drones sich immer wieder aus dem Nirgendwo herausschälen Richtung Irgendwo. Gideon Kiers am Schlagzeug und Jason Kohnen (Bong-Ra) am Bass setzen schwebende Stimmungen frei, über das sich, wie ein verschlingender Malstromstrudel, die traumwandlerischen Vokalfetzen von Sängerin Charlotte Cegarra erheben. Die ewigen Vergleiche mit Bohren & The Club of Gore ziehen nicht, weil TMFDJC sie längst überholt haben. Musik, die Raum- und Zeitkoordinaten ins Unbewusste kippt, beste organische Ambient-Atmosphäre mit einer Portion schwelgerischer Verführung und wohligem Gruseln.

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