Robert Ashley

String Quartet Describing....

Alga Marghen

Visionäres aus 1972/73. Voran das Titelstück, ein 20-minütiges Werk für ein elektronisches Orchester von 42 Sound erzeugenden Modulen, wovon jedes für sich aus einem Programminput entsteht. Jeder Streicher erkratzt auf den Saiten einen Strom intendierter aber auch zufälliger, kurz repetierter Obertonsounds. Auch auf den beiden Versionen von »How Can I Tell The Difference?« rumort es gewaltig. Ashley stellt darauf dem Nachhall eines Stahltores, das ein Tunnellabyrinth zum Schutz vor einer eventuellen Invasion der Francisco Bay im zweiten Weltkrieg abschloss, den Nachhall eines den Tunnel verlassenden Motorrads gegenüber. Auf Teil 2 ist das Öffnen/Schließen des Stahltors das Resultat einer Koinzidenz: Die von Violinistin Cathy Morton produzierten Töne treffen auf vorgefertigte Tape-Sounds. Unorthodoxes Instrumentalspiel und Prä-Elektronik haben eine raue Klangästhetik geschaffen, die Streicher/Elektroniker anno 2000 sicher nicht derart geräuschhaft hinkriegen.