Kazumasa Hashimoto

Strangeness

Noble/A-Musik So muss gute Popmusik klingen! Fast wäre ich geneigt zu sagen: Aus Japan, von wo sonst. Auf seinem fünften Album konzentriert sich Hashimoto zum ersten Mal auf songorientierte Musik. Die Platten davor erreichten Top-Platzierungen bei Fachmedien, mit dem Soundtrack für den Film »Tokyo Sonata« heimste er 2008 den Jurypreis der Festspiele in Cannes ein. »Strangeness« ist ein Stück Musik, das irgendwo an verbrämte 60ies im modernisierten Kontext, an Feist oder frühe Goldfrapp erinnert. Als Sängerin tritt in allen Stücken Nishiyama Hirono aka Gutevolk auf, die der Scheibe mit schmelzend-schmachtender Stimme den Charme eines unaufgeräumten Teenagerzimmers an einem Spätnachmittag im Frühling verleiht. Des Öfteren, wie auf »Echoes And Stars«, kommen Anwandlungen daher, die leicht als nostalgische Verklärung durchgehen könnten, dabei wäre »Strangeness« mit seinen akustischen Spiegellabyrinthen und verwaschenen Jahrmarktstimmungen viel eher eine ideale Vertonung für so etwas wie »Alice im Wunderland«. Eine CD wie ein Kleinod. Aber weil Ecken und Kanten fehlen, nutzt sich »Strangeness« schnell ab.