Heather Nova

Storm

Columbia/Sony

Die Sängerin von den Bermudas zeigt sich auf ihrer fünften CD von ihrer besten Seite: Kluge, empathische Texte, unterlegt mit locker dahinwirbelnden Melodien. Grüße richten Tori Amos und Lucinda Williams aus, gleichzeitig ist »Storm« mit Piano und Hammondorgel beinahe so episch wie Nathalie Merchants Ophelia-Album.
Im schönen »River Of Life« heißt es: »Sometimes you gotta let love go, even though it’s hurting, even though. Sometimes you gotta let love slide, out with the river of life.« Also: Im Fluss bleiben – oder wenigstens an einem Fluss sitzen; die Donau könnte auch der Mississippi sein. Irgendwann kommen eh fast alle, die noch irgend etwas spüren, auf ähnliche Ideen.
Wunderbar. Eigentlich eine dieser Platten, die einem durch den Winter helfen – mit »Storm« darf man sich auf den ersten Schneesturm des europäischen Kontinentalklimas freuen. Und weil Heather Nova dann lieber wieder auf den Bermudas sitzt, ist sie bereits am 30.9. im Gasometer (Wien) zu sehen.

>> www.heathernova.de