Albita

Son

Silva Screen

Der Albumtitel trifft die Sache ziemlich genau. Albita, seit 1993 kubanische Exilantin in Miami, macht auf »Son« zum Programm, was sie auf dem halben Dutzend Alben seit 1990 auch schon immer wieder getan hat: Son in einer zeitgemäßen Form arrangieren, ohne dass er zum Salsa wird – auch wenn es sich gelegentlich so anhört. Albitas Songs sind der beste Kompromiss für Leute, für die Salsa immer gleich – schnell, überladen – klingt, die aber übersättigt vom Retro-Sound à la Buena Vista Social Club sind. Bei den zehn Songs des Albums handelt es sich um Traditionals, Klassiker und eigene Kompositionen der Sängerin. Die Infusionen, die dem Son verabreicht werden, reichen von Jazz bis zu Nueva Timba Cubana, einer neuen, aggressiven Latin-Spielart. Und gelegentlich wird ein Lied im Wesentlichen so gespielt, wie man es seit eh und je kennt.