Seksu Roba

Seksu Roba

Crippled Dick Hot Wax

Mondo Dopa get trashed sexy, you like? Scherenschnittcartoons von Mäusen am Mars. Wasserbettensex mit abfärbendem Space Age Vierfarbdruck. Polyestersakkos in the Swing. Crippled Dick, seit jeher wichtige Rettungsmission weggeworfenen muzak classiques, ist vom Schwarzwald gen Berlin gezogen, wird Agentur namens Monitorpop und Verlag dazu. Den ausgesuchten Bad Taste ändert es nicht, kommt der Back with a Bang-Roster nicht nur mit einer phantastischen Funki Porcini-Maxi die Zombiefresserfilmchen tanzbar macht, weiteren Retroreleases von MPS und alten Frenchie Movies, sondern auch zwei Neuentdeckungen. Der naiv anlassige, chansonett technoide Kuschelfloor von Station Rose war ja schon lange (keine Würstchenscherze!) Wiener/Frankfurter-Geheimtip. Seksu Roba aber ist unbeschriebenes Blatt in schrillbunten Clever&Smart-Farben: Das in L.A. ansässige US-asiatische Trio rund um den Soundtüftler Mr.Lee, Großenkel, -neffe, -whatever vom seligen Bruce, übt sich in verspielt kindischen Retro Lounge Exzessen. Chaotisch und wüst erinnert das nicht selten an Michel Magnes seligen Barbarella-Score, Moogblubbern durchsetzt mit Gilmours hysterischem Gitarrengewürge. Doch oft wäre ein klarer Beat und Basslauf mehr, ein Aufröhren Godzillas weniger, rettender Anker im Geräuschedschungel. Uns bleiben Bilder einer Orgie, heillos konfus, charmant geil (wie das orangegrüne Cover von DJ und Musiker »Love Machine« Amore Hirosuke), die einen in der Tat beschäftigen, aber nachher ohne Substanz (und Telefonnummer) zurücklassen.