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Ende der 80er, am Höhepunkt des Acid-House-Hypes, war Peter »Baby« Ford ein kleiner Star. Nach einigen soliden House-Hits, drei LPs und gar einer Tour mit Erasure setzte er 1993 dem Trubel ein Ende und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück, um ?94 I-Fach-Records zu gründen und sich fortan der Produktion von Minimal Techno zu widmen.
Das Attribut »Minimal« nimmt Ford wörtlich, was ihm in England nicht gerade viele Fans, in Deutschland dafür aber erhöhte Aufmerksamkeit beschert und so die Veröffentlichung auf Frankfurts Klang Elektronik nur logisch erscheinen lässt.
»Sacred Machine« hält es elf – oft überlange – Tracks durch, völlig auf billige Effekthascherei zu verzichten, einzig geheimnisvolle Sprachsampleskommen zum Einsatz, die der Platte eher Meditationscharakter denn Popappeal oder gar Catchiness verleihen. Gemeinsam mit seinem Kollektiv – Marc Broom, Ian Loveday und Thomas Melchior – arbeitet Ford an der Reduzierung auf das Nötigste: konstante Beats und eine in Auflösung begriffene Bass-Drum.
Das mag eintönig und unoriginell anmuten, ist aber vor allen Dingen beeindruckend in seiner Konsequenz und damit eine eindeutige Absage an die Kommerzialisierung von Techno.

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