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Ein österreichisches Schicksal: Die linkischen Kinder von Sülz-Radioformat Ü3 durch FM4’s Mainstream der Minderheiten wieder geboren. Stil-Vielfalt als geschmackliche Verlorenheit. Holperklopfender 80s Synth-Pop mit LoFi-Ragga und hoppertatschigem Baile-Funk links, Tom Petty-Riffs, Paul Hardcastle-Programming und Simple Minds-mä&szligig weltverbesserndem Hymnenpathos rechts. Nur wo schlägt das Herz? Grad am nicht hochpolierten Wurzelwuchs, grad wenn er musikalisch trotz Krausbirne und Dackelblick beim Hörer mitrei&szligt vor so viel Schwitzshirt-Enthusiasmus, merkt man das nunmehr 30-jährige Anstehen und Saftrotieren der Musikindustrie grad hier so intensiv wie sonst nirgends.  Das Wiener Quartett bis Septett um Alfons Bauernfeind, Ingmar Versolman und die sympathisch nach Kim Wilde quiekende Kathrin Harrauer kennt und kann ihren Rave-Rock. Würde die Produktion passen, könnte es sogar mit aktuellem NME-Shenanigans mithalten (also keine falsche Bescheidenheit??). Nur was bleibt inmitten all der zerplatzten bunten Luftballons und der Plastikbecher, wenn die Party vorbei ist au&szliger allumfassender Leere?

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