Giardini Di Miro

Punk... Not Diet

2nd Records

Für ihren aktuellen Longplayer haben sich die fünf Mitglieder von Giardini Di Miro haufenweise Gäste – darunter Mitglieder von Herrmann & Kleine und Styrofoam – ins Studio geladen; den »Sound erweitern«, wie man so schön sagt. Nun ja. Gegenüber dem im Vorjahr erschienen »Rise And Fall Of Academic Drifting« fällt als erstes auf, dass fast keine reinen Instrumental-Nummern mehr vertreten sind, was beim Vorgänger ja noch mehrheitlich der Fall war. Der mit einer gewissen symphonischen Leichtfüßigkeit vorgetragene Post-Rock verschiebt sich dadurch noch ein ganzes Stück weiter in Richtung Psychedelic-Pop. Trotz der orchestral anmutenden Instrumentierung einiger Stücke bleibt die Platte insgesamt jedoch erstaunlich transparent und schrammt immer wieder – gewollt oder nicht – mit einem gewissen Respektabstand am kitschigen Bombast vorbei. Die Songs brauchen ein wenig Zeit, geben sich nicht so zwingend wie gewohnt. Elektronikschnipsel und Guestvocals wollen erst einmal gut assimiliert werden; zwischendurch kann sich die Grundstimmung schon mal ein wenig verdüstern, gegen Ende hin hebt die Platte aber dann doch noch ab und klingt unter sanften Piano-Akkorden versöhnlich aus.