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Die deutschsprachige Jugend hat es heutzutage schwer. Die Helden von gestern singen nur noch von glücklichen und schönen Tagen, siehe Tocotronic und Tomte. Was soll man dann hören, wenn es einem schlecht geht, weil das Leben eben mal nicht mitspielt? Man könnte es mit Eheruncool versuchen, der sieben Jahre alten Band aus Sachsen. Deutsche Texte, die noch viel von der jugendlichen Verzweiflung und der Suche nach Identität/Sinn im Leben haben, wie man es von den oben genannten Bands von früher noch kennt. Eheruncool klingen eher amerikanisch als englisch, mehr nach den frühen Nada Surf und den mittleren Sonic Youth. Dass sie Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs in ihren Plattenregalen stehen haben, hört man sofort, auch gerade in der Stimme vom Sänger und Texter Alex. Eine andere deutschsprachige Parallele findet sich in Samba, die zwar nicht so krachig, aber so ruhig und präzise ihre Songs schreiben wie Eheruncool. Über den Bandnamen will ich jetzt kein Wort verlieren, bitte davon nicht abschrecken lassen!

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Text
Katja Krüger

Veröffentlichung
02.06.2006

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