Delphium

Nobody Sees The Monster In The Light Of Day

Moloko+

Nach einem guten Dutzend Singles und zwei CD-Veröffentlichungen bringt Delphium (Jonathan/ Kiyha) in ihrem siebten Jahr nun »Nobody« auf den Markt, bei der es sich um eine Compilation der letzten sechs Jahre handelt. Nach der Split-CD »Lucius« mit Mimetic Kino ist es die zweite Scheibe für Moloko+. Abgesehen davon, dass die Produktionen qualitativ immer besser werden, ist zu vermerken, dass Delphiums atmosphärisch dichte Musik einmal mehr in den Schlünden irgendeines Erdkraters vor sich hin grollt und nur selten ein paar lausige Sonnenstrahlen hineinblecken lässt. Das ist kein prätentiöses Sound-Gekasperle, sondern ein Kosmos in einem schwarzen Loch, aber das ohne Geseier. Ist schon wahr, dass einige Passagen an neuere Soundwälle der Marke Coil erinnern könnten, aber die basslastigen Tiefschläger finden sich woanders; eben hier. Diese Platte ist voll mit sich in die Länge ziehenden Breaks, an deren Enden das Unvorhersehbare immer dann passiert, wenn man es schon gar nicht mehr erwartet, um dann mit einer stehenden Feedback-Schleife aufzuhören.