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Wer macht sich heute noch die Mühe, nach jungen Talenten Ausschau zu halten? Hat die derzeitige Situation des Musikmarktes neue, unerfahrene Bands nicht schon lange aufhören lassen, nach Labels und Vertrieben zu suchen? Offensichtlich nicht, denn Bizibox ist eine frische, wenn auch nicht ganz junge Band aus Bonn und Köln, die nach zehn Jahren Bestand im Jahre 2005 ihr drittes Album auf den Markt schmeißt. Vielleicht hat sie der Mut dazu getrieben, oder der Selbstzerstörungstrieb, dies ist nicht überliefert. Auf der Platte geht es zudem nicht gerade fortschrittlich daher. Eher an den frühen Neunzigern orientiert, brettern die Songs los und schauen erst einmal nicht in die blühende Zukunft der Revivals, sondern bleiben bei ihren Gitarrenleisten. Zu hören sind Soundgardensche Melodien, ein Schlagzeug das auch von einem jungen Dave Grohl sein könnte und eine Stimme, der man nicht abnimmt, dass Englisch nicht die Muttersprache ist. Warum der Scheiß dann nicht populär ist? Weil es keine Gerechtigkeit (mehr) gibt.

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Text
Katja Krüger

Veröffentlichung
24.09.2005

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