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Jüdisches Jazziges im Gleichklang: Schwierig zu beschreiben sind die zehn Akustikaufnahmen aus dem Hause des umtriebigen Labelbesitzers (www.tzadik.com) und Musikers John Zorns. Einerseits sprechen Musikinternetportale von Jazzigem über Klezmer bis religiöser Musik in deren Beschreibungen über Rashanims »Masada Rock«, anderseits ist sie einfach eine schöne runde CD zum Genießen. Zorn produzierte und Rashanim arrangierte. Laut Booklet waren vier Musiker mit drei Instrumenten beteiligt, aber das Hörbare kommt dem Betrachter wie ein Querstreif durch viele Länder vor, wo jede Musik anders interpretiert und gespielt wird. Von Maultrommeln, über spanische Flamencoelemente, über Kiss-Gitarrensolos bis zu mittelalterlicher Kammermusik ist alles möglich. Wie hat Zorn in Bezug auf seine künstlerischen Tätigkeiten mit der Auseinandersetzung »To be Jewish« gemeint: »… Der Jude ist immer Ursprung einer doppelten Infragestellung gewesen: der Infragestellung des Selbst und der Infragestellung des »Anderen«. Da ihm nie die Möglichkeit gewährt wird, aufzuhören, jüdisch zu sein, ist er gezwungen, die Frage seiner Identität zu formulieren. Daher ist er von Anbeginn mit dem Diskurs des »Anderen« konfrontiert, und oft hängt sein Leben davon ab«. »Masada Rock« ist ein guter Beginn in der Konfrontation mit Anderen.

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Text
Alexander Lass

Veröffentlichung
07.10.2006

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