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Das aus dem belgischen Gent stammende Label Consouling hat für diese Compilation zwölf Beiträge zusammengestellt, die sich noch am ehesten als atmosphärisch oder ambienthaft beschreiben lassen. Ruhig, organisch und gediegen geht es hier zu. Egal ob nun mit sphärischen Synth-Klängen, Gitarren-Drones oder der Kartografie von Stille. Der Track von IAM hört sich an wie Ennio Morricone auf Super-Slow-Motion, bei [Multer] treffen elektronische Klangpartikel auf verhaltene Gitarren, das dunkle Rauschen bei Blyndhæð schwebt nur wenig über der Hörgrenze und bei Tzesne faucht es gegen Schluss doch noch ein bisschen aus den Boxen. Gut ist, dass ich keine einzige der auf dieser Compilation vertretenen Bands bisher gekannt habe. Schlecht ist, dass mich »Magnetic Fields« nicht überzeugt. Das schrammt des Üfteren schon gar arg an Wohlfühl-Ambient vorbei, Resultate wie diese sind alles andere als neu. Was es mit dieser Mischung aus Pistole, Totenschädel und Weltraumauge auf dem Cover auf sich haben soll, ist mir auch nicht klar. Ein ambitioniertes Ansinnen ist diese Compilation allemal, allein dieses wäre es wert, sich »Magnetic Fields« zuzulegen. Beim Hören sollte man allerdings ein Buch in Griffnähe haben. Das könnte helfen.

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