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Willy DeVille hat sich zu einer einer verlässlichen Größe auf den Konzertbühnen entwickelt, aber der Studiooutput seit seiner Wandlung zum musikalischen Botschafter von New Orleans ist bisher eher medioker ausgefallen. Was liegt also näher als dem großen Sänger und Entertainer endlich einmal Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und ihn mit kleiner Besetzung auf Band zu bannen? Gesagt getan. Und das Schöne an einem wirklich Großen ist, dass er nicht übertreiben kann. Wie er hier bei Hadern wie »Spanish Harlem«, »Let It Be Me«, oder dem Arthur Alexander-Hit »You Better Move On« bis an die Grenzen outriert, aber trotzdem immer auf der wahren Seite der Gefühle bleibt, ist wirklich einzigartig. Und dass bei diesem Streifzug durch die grossen Songs der letzten Jahrzehnte auch ein paar Deville-Originale wie »Night Falls« ihren festen Platz haben, beweist nur, dass hier ein wirklicher Artist am Werken ist. Zusätzlich zu den 20 Songs aus Berlin werden auf dieser Doppel.CD noch Auszüge aus dem Konzert in Stockholm mit etwas erweiterter Besetzung geliefert, denen es an der hemmungslosen Intimität aber etwas fehlt. Trotz des kleinen Schönheitsfehlers: Schöner wurde selten geweint.

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