Lakou Mizik

»Haitia Nola«

Cumbancha/Hoanzl

»In dem Moment, als wir in New Orleans ankamen, war es, als wenn wir zu Hause wären. Die Temperatur, das Essen, die Musik … die Musik! Unsere Historien sind miteinander verbunden, und wir wussten, dass wir das feiern wollten. Einige Musikwissenschaftler verfolgen die Wurzeln von ›Iko Iko‹ zurück nach Haiti, also schien das der perfekte Song zu sein, um ihn wiederzubeleben und mit anderen Musikern, die die musikalischen Traditionen New Orleans’ am Leben erhalten, zu teilen.« So steht es im Booklet der CD zum modernen Update von ›Iko Iko‹, hier »Iko Kreyòl« betitelt, zu lesen. Und damit ist schon das Wesentliche über die Musik von »Haitia Nola« gesagt. Die Rhythmen und Stile haitianischer populärer Musik werden auf dem aktuellen (und zweiten) Album der Band mit dem musikalischen Erbe New Orleans’ nicht nur fusioniert, sondern in Einklang gebracht. Und damit das möglichst authentisch geschieht, wird jede Menge musikalischer Prominenz aus der Stadt, die auch The Big Easy genannt wird, ins Studio eingeladen. Da wären unter anderem echte Veteranen wie Cyril Neville oder die Preservation Hall Jazz Band, Erneuerer wie Trombone Shorty oder The Soul Rebels sowie regionale, eher traditionell orientierte Stars wie die Lost Bayou Ramblers. Zu den Musikstilen Haitis wie Kompa und zur Jazz-, Boogie- (das rollende Piano auf »La Fanmi«) und R’n’B-Tradition von New Orleans kommen zudem jede Menge anderer karibischer Einflüsse wie Reggae, moderner Jump-Up (»Manman Lavi«) und Merengue. Aber auch afrikanische populäre Musikformen wie Township Jive (»Lakou Dogwe«) klingen immer wieder an. Ein Album, das den ganzen Kosmos afro-karibischer Musik zumeist in Partystimmung unter einen Hut bringt.