Labrecque/Barakat

»Terminal Desert«

Karlrecords

Paul Labrecque (Sunburned Hand Of The Man) und Ghazi Barakat (Stereo Total, The Golden Showers, Boy From Brazil ) hauen mit ihrer kurzen, aber eindrucksvollen LP »Terminal Desert« auf Karlrecords eine zwei-trackige Scheibe auf den Teller, die anarchisch ihren eigenen Sound sucht und auch findet. Der Deutsch-Palästinenser Barakat entwickelte unter dem Alias Pharoah Chromium eine Verschwurbelung aus Krautrock, Psychedelic, allerlei Elektronik und dem, was heute so frei als Free-Jazz bezeichnet wird, zu seinem eigenen, netten, trippigen Sound und arbeitete auch schon mit Leuten wie Günter Schickert (Klaus-Schulze-Dunstkreis) zusammen, mit dem er auch auf der hier rezensierten Compilation erschien. In diesem Fall tritt er wieder als Barakat in Erscheinung und nimmt sich Paul Labrecque zur Seite. Der kontibrutiert mit Gitarre und Synthetisierer und gemeinsam veranstalten sie ein Klangritual von allererster Güte. Kosmisch. Track 1, »Jajaouka Pipe Dream«, ist eine Hommage an die Kakophonie der Master Musicians of Jajouka, einer damals von Brian Jones (ja, dem von den Rolling Stones) produzierten marokkanischen Truppe. Übertrieben viele Einflüsse, doch seltsamerweise formschön und harmonisch. Tipp!