Git

»Imagination«

BBE

Funky Beats und messerscharfe Drums sind im Universum des New Yorker Produzenten Git allgegenwärtig. Wenn dieser nicht gerade mit seinen Kumpels vom Wu-Tang Clan abhängt, beackert der gute Mann sein Schlagzeug und sammelt nebenbei leidenschaftlich gerne Platten. Mehr als 80.000 Stück Vinyl nennt er mittlerweile sein eigen, und in diesem hauseigenen Selbstbedienungsladen für das eine oder andere Sample (Sampling, eine weitere Vorliebe Git’s) war die erste Platte im Regal das 1983 erschienene »Renegades Of Funk« von Afrika Bambaataa. Geschichtsträchtig verortet der Beipackzettel mitunter auch deshalb Git’s Vorliebe für HipHop und Breakdance. Aber auch Soul- und Funk-Elemente kommen auf »Imagination« nicht zu kurz. Und wenn sich Samples, Beats und Drums konstant im ganzen Album wiederfinden, so sind die Vocals die gro&szlige Variable, die nur ab und an vorkommen, den Tracks in diesen Fällen aber einen zusätzlichen, in gewisser Weise letzten Schliff verschaffen. Das passiert auf »Imagination« leider viel zu selten. Denn gerade die gesungenen respektive gerappten (teilweise aus Samples bestehenden) Einlagen machen aus den instrumentell verspielten, schön dahinscheppernden Tracks wirklich mehr und heben diese qualitativ auf eine höhere Ebene. Das instrumentale Restprogramm verläuft sich dann doch irgendwo schnell in den Stra&szligen von Staten Island. Unter dem Strich bleibt solides (Produzenten-) Handwerk zurück, inspiriert von und gebaut aus einer überdurchschnittlich gro&szligen Plattensammlung. Das offensichtlich vorhandene Potential wurde hier jedoch nicht vollständig ausgeschöpft. Schade.